Frankreichaustausch 2026: Neue Freund*innen, Strandsegeln und ein Elefant

COMENIUS GANZHEITLICH
Der freiwillige Austausch mit unserer Partnerschule La Perverie in Nantes fand dieses Jahr mit elf Schüler_innen des 9. Schuljahres statt. Die französische Gruppe war im März sieben Tage bei uns zu Gast, unser Rückbesuch fand nun im Mai statt. Hier der Bericht zweier Schülerinnen…
Eine Woche in Frankreich zu verbringen und dabei in Gastfamilien zu leben, war für uns eine Erfahrung, die weit über die eines normalen Schulausflugs hinausging. Wir hatten nicht nur die Möglichkeit, unsere Sprachkenntnisse zu verbessern oder spannende Einblicke in die Geschichte Frankreichs zu sammeln, sondern durften uns auch wie ein Teil dieser Gesellschaft fühlen. Dank unserer äußerst freundlichen und zuvorkommenden Gastfamilien konnten wir die französische Kultur und ihre Vielfalt hautnah entdecken und miterleben.
Besonders im Gedächtnis geblieben sind uns einerseits die kulturellen, aber auch die schulischen Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich. Während die Lehrerinnen und Lehrer des Comenius-Gymnasiums großen Wert darauf legen, die Inhalte eines Themas gut und verständlich zu vermitteln, scheint an unserer Partnerschule in Nantes eher das selbstständige Erarbeiten von Informationen im Vordergrund zu stehen. Außerdem herrschte während des Unterrichts eine spürbar andere Atmosphäre als die, die wir aus Deutschland gewohnt sind.
Auch kulturell konnten wir einige Unterschiede in Verhaltensweisen und Tagesabläufen feststellen. Vieles, wie andere Essgewohnheiten oder Freizeitaktivitäten, war anfangs ungewohnt, doch genau das machte unseren Aufenthalt so spannend.
Natürlich gab es auch herausfordernde Momente, in denen man sich beispielsweise von den vielen neuen Eindrücken überwältigt fühlte. Doch unsere Austauschpartnerinnen und Austauschpartner sowie die Gastfamilien waren immer für uns da und haben die Zeit für uns so schön wie möglich gestaltet.
Janne Rapp (9b)
Am 29.04.2026 erfolgte die Anreise per Zug mit einem Zwischenstopp in Paris. Dort haben wir spontan den Eiffelturm besucht! Anschließend ging die Fahrt weiter nach Nantes, wo die Austauschfamilien uns empfingen.
Am Donnerstag, den 30.04., trafen wir uns morgens zum Frühstück in „La Perverie Sacré-Cœur“ wieder. Die Schule befindet sich in einem historischen Gebäude, das von einer Park- und Sportanlage umgeben ist. Dort nahmen wir am Unterricht teil und erhielten anschließend eine Stadtführung durch Nantes. Besichtigt wurden unter anderem das Schloss „Château des Ducs de Bretagne“, die Kathedrale „Saint-Pierre“ sowie die luxuriöse „Passage Pommeraye“.
Der 1. Mai und das Wochenende wurde dann in den Gastfamilien mit unseren „Corres“ (das ist französisch für „Austauschpartner*in) verbracht.
Am Montag nahmen wir erneut am Unterricht teil. Den Nachmittag verbrachten wir mit unseren „Corres“ beim Picknicken und Klettern in einem Hochseilgarten.
Am Dienstag ging es (wieder zusammen mit unseren „Corres“) mit dem Bus zum Museum „La Base Sous-Marine“, wo wir mehr über Passagierschiffe lernten. Danach ging es an den Strand, wo wir „Char à Voile“ ausprobierten – Strandsegeln! Zum Abschluss des Tages wurde das mittelalterliche Städtchen Guérande besucht – leider im Regen…
Am 6. Mai stand der Besuch von „Les Machines de l’Île“ auf dem Programm. Dort wurden zunächst die Ausstellungen besichtigt (einige von uns durften die spektakulären Maschinentiere selbst bedienen, d.h. mechanisch zum Leben erwecken). Nur der berühmte Elefant wurde ausgerechnet heute repariert. Anschließend erfolgte eine Karussellfahrt auf Maschinen in Form von Meerestieren. Der restliche Nachmittag wurde in den Gastfamilien verbracht.
Der letzte vollständige Tag begann mit einer Hockey-Einführung und weiterem Unterrichtsbesuch. Danach gab es Mittagessen in der Mensa. Anschließend besuchten wir eine Van-Gogh-Ausstellung und hatten danach Freizeit in der Stadt, bevor die Rückkehr zur Schule erfolgte. Am Abend fand eine Abschiedsfeier mit den Gastfamilien in der Schule statt.
Am Freitagmorgen, den 8. Mai, verabschiedeten wir uns von unseren französischen Familien am Bahnhof in Nantes. In Paris hatten wir erneut Freizeit in Paris. Die meisten von uns erklommen den Hügel von Sacré Coeur und genossen den Ausblick über Paris. Um acht Uhr abends waren wir zurück in Düsseldorf.
Sarah Querling (9b)