Arbeit zur Prävention von und zum Umgang mit Antisemitismus und Rassismus

Wie präventiv agieren in Hinblick auf Antisemitismus und Rassismus? Wie reagieren auf Ausgrenzung und rassistische und antisemitische Äußerungen? Wie eigene Stereotypen und Ressentiments aufdecken? Welche Bildungspartner leisten Unterstützung?
Rassistische und antisemitische Vorfälle gibt es auch an Düsseldorfer Schulen. Dies ist eine unangenehme, aber zutreffende Tatsache. Sie betrifft immer die ganze Schulgemeinde, indem sie einen Angriff auf die Werte der Schule darstellt - und damit auf uns alle.

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner „Rasse“, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.(...). GG Artikel 3 (3).

In unterschiedlichen Arbeitsgruppen befassen wir uns daher mit der Geschichte unserer Schule und der Darstellung der Vielfalt am Comenius – aber auch mit möglichen „rechten Tendenzen“, Hetze und Diskriminierung. Dabei beleuchten wir historische und aktuelle Ursachen und gehen der Frage nach, wie mit derart motivierten Vorgängen nachhaltig umzugehen ist.

Ziele

  • Sichtbarmachung der Vielfalt
  • Prävention und Bekämpfung von Antisemitismus und Rassismus durch nachhaltige Bildungsarbeit
  • Dekonstruktion rassistischer Denkmuster
  • Entwicklung eines abgestimmten Handlungskonzepts und eines Whistleblower-Systems zum konstruktiven Umgang mit antisemitischen und rassistischen Vorfällen

Aktivitäten

  • Beitritt zum Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
  • Besuch eines Holocaust-Überlebenden aus Toronto, dessen Vater Comenius-Schüler war und der Zeitzeugengespräche mit unseren Schüler*innen führte
  • Aufarbeitung der Geschichte und der jeweiligen Schicksale von jüdischen Schüler*innen, die unsere Schule zwischen 1908 und 1945 besucht haben (über die Schicksale der Familie Willinger haben die Schüler*innen der AG “Jüdische Schüler des Comenius-Gymnasiums zwischen 1908 und 1945” bereits ein Buch veröffentlicht)
  • Zeitzeugenprojekt mit Filmvorführung und Gespräch mit David Bingong zu dessen Flucht nach Europa
  • jährliche EF-Fahrt zur Gedenkstätte Buchenwald
  • Stolpersteinverlegungen für ehemalige Comenius-Schüler, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden
  • Jährlicher Gedenkrundgang zu den für unsere Schule bedeutsamen Stolpersteinen anlässlich der Reichspogromnacht bzw. des Holocaust-Gedenktages mit den 10. Klassen.
  • Gedenken an die Opfer von Hanau
  • Verankerung des historischen Spaniens „der drei Religionen“ im Lehrplan
  • Handapparat aus 20 Büchern und DVDs
  • Besuch der Ausstellung „Jugend im Nationalsozialismus“ der Mahn- und Gedenkstätte im Rahmen des Geschichtsunterrichts
  • Planung und Durchführung eines Päd. Tags zu Antisemitismus in der Schule durch das zwst-kompetenz-zentrum
  • zukünftige Bildungspartnerschaft mit dem Erinnerungsort “Alter Schlachthof”
  • Einrichtung einer Gedenktafel für die im Nationalsozialismus verfolgten Comenius-Schüler
  • Lektüre des Comic-Bandes “Columbusstraße” in der 9. Klasse im Rahmen des Geschichtsunterrichts

 

Wir sind alle Teil einer Gesellschaft, in der Rassismus und Antisemitismus tief verankert sind. Wir können alle Teil der Überwindung von Rassismus und Antisemitismus sein – insbesondere im Kontext unserer Schule.

Sie haben Fragen? Dann kontaktieren Sie uns gerne!

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