Geschlechtersensible Bildung

Geschlechtersensible Bildung leistet einen wichtigen Beitrag zu Chancengerechtigkeit, gegenseitigem Respekt und einem demokratischen Miteinander. Am Comenius-Gymnasium verstehen wir geschlechtersensible Bildung als einen wichtigen Bestandteil einer zeitgemäßen Schule. Unser Ziel ist es, allen Schüler*innen die Möglichkeit zu geben, ihre Persönlichkeit frei zu entfalten – unabhängig von Geschlecht, Geschlechtsidentität oder gesellschaftlichen Rollenerwartungen.

Geschlechtersensible Bildung bedeutet für uns, die Vielfalt individueller Interessen, Fähigkeiten und Lebensentwürfe anzuerkennen. Sie lädt dazu ein, Vorstellungen darüber, was als „typisch weiblich“ oder „typisch männlich“ gilt, gemeinsam zu hinterfragen und zu reflektieren. Dabei geht es nicht darum, Unterschiede zu bewerten oder Menschen in Schubladen einzuordnen, sondern darum, individuelle Potenziale wahrzunehmen und zu stärken.

Im schulischen Alltag möchten wir die Schüler*innen dazu ermutigen,

  • eigene Stärken und Interessen unabhängig von Geschlechterklischees zu entwickeln,
  • respektvoll miteinander umzugehen,
  • unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und
  • Vielfalt als Bereicherung unserer Schulgemeinschaft zu erleben.

So fördern wir positive und vielfältige Bilder von Mädchen, Jungen sowie nicht-binären Menschen und unterstützen junge Menschen darin, ihren eigenen Weg selbstbestimmt zu gestalten.

Geschlechtersensible Bildung wird an unserer Schule nicht nur im Unterricht, sondern auch im Schulleben sichtbar. Ein Beispiel hierfür ist unsere Queer-AG, die einen geschützten Raum für Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung bietet.

Darüber hinaus entwickeln wir derzeit ein Konzept für eine geschlechtersensible Mädchen- und Jungenarbeit. Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen sich junge Menschen mit Fragen ihrer Identitätsentwicklung, gesellschaftlichen Rollenbildern sowie ihren individuellen Stärken und Herausforderungen auseinandersetzen können. Dabei möchten wir sie darin unterstützen, den vielfältigen und oftmals problematischen Einflüssen sozialer Medien auf ihre Identitätsentwicklung selbstbewusst zu begegnen sowie positive Vorstellungen von Weiblichkeit, Männlichkeit und geschlechtlicher Vielfalt zu entwickeln.

Sprache schafft Wirklichkeit

Ein wertschätzender Umgang miteinander zeigt sich auch in unserer Sprache. Sprache prägt unser Denken, beeinflusst unsere Wahrnehmung und trägt dazu bei, wer sich angesprochen und zugehörig fühlt. Deshalb achten wir auf eine geschlechter- und diskriminierungssensible Kommunikation, die die Vielfalt unserer Schulgemeinschaft sichtbar macht und allen Menschen mit Respekt begegnet.

Weiterführende Informationen

Die Grundlage unserer Arbeit bilden unter anderem die Empfehlungen des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Interessierte finden dort vertiefende Informationen und praktische Anregungen:

Sie haben Fragen? Dann kontaktieren Sie uns gerne!

Kontakt