Mittwoch 22. April 2026

Kubanischer Migrant zu Besuch im bilingualen Spanischmodul Erdkunde

Der Kubaner Franlyt Castellanos erzählte in seiner Muttersprache von seinem Leben in Kuba und den Umständen, die ihn dazu bewegten, zunächst nach Spanien zu seinem bereits ausgewanderten Onkel, dann nach Belgien, den Niederlanden und schließlich nach Deutschland auszuwandern. Er wollte seiner Familie, insbesondere seiner Mutter helfen, in Kuba ein besseres Leben, eine bessere Versorgung zu erlangen, dazu gehören grundlegende Dinge wie Nahrungsmittel und Medizin.

Die Schüler*innen fragten, ob er seine Familie nicht vermissen würde. „Natürlich“, sagte er, „meine Mutter ist jetzt alt und ich wäre gerne in ihrer Nähe. Aber die politischen Umstände lassen das nicht zu, die Lebensbedingungen dort sind nicht gut, die Zukunftsperspektiven sind zurzeit sehr unsicher…“

Als er auswanderte, musste Castellanos in Spanien sein komplettes Jurastudium wiederholen, weil ihm in Europa sein Jurastudium aus Kuba nicht anerkannt wurde. Heute ist er Jurist für Vertragsrecht, KI- und IT-Recht sowie Datenschutz. Er spricht neben seiner Muttersprache Spanisch, auch Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Niederländisch.

Auf die Frage einer Schülerin, ob er denn auch Opfer von Rassismus geworden sei, antwortet er: „Da ich eine dunkle Haut habe, glauben die Leute oft nicht, dass ich Anwalt bin. Sie sind eher bereit, zu glauben, dass ich ein Einbrecher bin…. Dabei hat die Hautfarbe nichts mit dem zu tun, was man im Herzen trägt. Merkt euch das bitte! Es spielt keine Rolle wie jemand aussieht oder wie jemand spricht, was zählt ist das Herz, wir sind alle gleich!“

Herr Castellanos lebt heute mit seiner deutschen Partnerin und seinem kleinen Sohn glücklich in Deutschland und hofft bald seine Mutter in Kuba besuchen zu können.

 

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