Beratung

Beratung für Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis zum Abitur

Manchmal schnüren einem Probleme den Hals zu und nehmen die Luft zum Atmen. 
Manchmal braucht man nur einen Rat.
Manchmal braucht man nur einen, der einem einfach mal zuhört.  
Ängste, Konfliktsituationen, Probleme, Nöte jedweder Art können belasten, können lähmen, können dazu führen, dass man keinen Sinn mehr sieht, dass man sich selber oder andere nicht mehr wertzuschätzen weiß, dass man sich selber nicht mehr versteht. Probleme können Macht über einen bekommen und einen verstricken. 

WER RATLOS IST KANN SICH HILFE HOLEN!

Am Comenius-Gymnasium kannst Du Dich jeder Zeit an unseren Schulpfarrer Herrn Dr. Taschner oder an unsere Beraterin Laura Schramm wenden, die Wahl triffst Du. Dir wird ein Gesprächstermin angeboten, in dem Du mit einem von uns gemeinsam überlegst, wie wir gemeinsam Deinem Problem begegnen. In Einzelsitzungen arbeiten wir daran, dein Problem klein zu bekommen, Dein Problem zu lösen. 
Alles, was besprochen wird, bleibt unter uns. 
Du kannst uns jederzeit ansprechen, im Lehrerzimmer oder auf dem Gang. Du kannst auch eine Nachricht schreiben und sie mit unserem Namen versehen in den Briefkasten des Sekretariats legen oder einen Lehrer bitten, sie in unser Fach zu legen. Du kannst auch einen Kontakt herstellen, indem Du zum Beispiel zuerst mit deinem Klassenlehrer sprichst, der sich dann in deinem Auftrag an uns wendet. 
Alle Alterstufen. 
Von Klasse 5 bis zum Abitur

 

Sprechstunden:

 

Montag, 6. Stunde: Herr Dr. Taschner

Mittwoch, 6. Stunde: Frau Schramm

 

Wo?

 

Raum neben C 6, in dem auch die Streitschlichtung untergebracht ist.

 

 

Pädagogisch-individualpsychologische Beratung 
am Comenius-Gymnasium

I. Präambel
Die individuelle Förderung von Jugendlichen ist im Schulgesetz § 1 verankert. Neben
anderen Aufgaben ist die Beratung von Schülern somit integrativer Bestandteil der schulischen
Arbeit. Zunehmend wachsen Schülerinnen und Schüler in instabilen, z.T. hochkomplexen
Lebenssituationen auf, die es ihnen schwer machen, den Schulalltag zu meistern. Konsequenzen für die Schüler sind häufig Blockaden im Lernverhalten, zunehmendes Fehlverhalten, mangelnde
Arbeitshaltung, ebenso wie Auffälligkeiten im Sozialverhalten.

II. Beratungskonzeption
Das Beratungskonzept sieht daher ein qualifiziertes Gesprächsangebot für alle Schülerinnen
und Schüler vor. Die Beratung ist freiwillig. Ziel ist es, Problemlösungen zu erarbeiten, Strategien
zu entwickeln, die belastende Situationen annehmbarer machen, Ressourcen zu aktivieren bzw. zu aktualisieren, die er oder sie für sich effektiv nutzen kann, um Ängsten und Belastungen
entgegenzutreten.
Im Schulalltag werden die Schüler und Schülerinnen in erster Linie aus einer fachlichleistungsorientierten Perspektive gesehen. In der Beratung wird der Blick erweitert. Noten, Beurteilungen oder der „Ruf“ etwa als Störer oder Schwänzer etc. werden dabei so weit wie möglich ausgeblendet. Der Ratsuchende wird ganzheitlich und in Achtung und Respekt vor seiner individuellen Persönlichkeit als Partner im Lösungsprozess verstanden.
Die Schweigepflicht und diese Unvoreingenommenheit von seiten der Berater/Seelsorger
schaffen einen Raum, der den Ratsuchenden von jeglichem Leistungsdruck befreit. Dies ist die
unverzichtbare Voraussetzung dafür, dass neue Lebensperspektiven geschaffen werden können.
Die Beratung kann und will dabei kein Ersatz für psychotherapeutische, psychologische
oder klinische Arbeit sein.
Daher kann es in einigen Fällen auch nur darum gehen, eine psychotherapeutische oder ärztliche Behandlung vorzuschlagen. Mit den Eltern der jüngeren Kinder wird es dann darum gehen, die Bereitschaft hierfür zu erhöhen und eventuell einen geeigneten Behandlungsplatz oder auch eine der Schülerin/dem Schüler gemäße andere Schulform vorzuschlagen. Die Beratungslehrer/Seelsorger sind inzwischen mit verschiedenen Einrichtungen vernetzt und bauen diese Vernetzung weiter aus. (Neben Kinder- und Jugendpsychologen, Psychotherapeuten, Ärzten, Ansprechpartnern in Beratungsstellen der Kirchen, der AWO, der Stadt, des Jugendamtes stellen wir auch den Kontakt zu Einrichtungen her, die auf bestimmte Problemlagen spezialisiert sind, zum Beispiel zu einer Beratung für Mädchen mit Migrationshintergrund.)

III. Wer berät? - Berater und deren Voraussetzungen
Beratungslehrer bzw. Seelsorger für ein qualifiziertes Gesprächsangebot Herr Dr. Taschner.

Herr Dr. Taschner hat im Rahmen seiner Ausbildung zum Pfarrer eine grundlegende Ausbildung zum Seelsorger erhalten. Darüber hinaus hat er bei einer von der IGA Heidelberg qualifizierten Gruppenanalytikerin (Elga Dilthey) eine therapeutische Ausbildung erhalten, die auf der TZI Methode basiert und an psychoanalytischen Konzepten orientiert ist.

IV. Wer kann sich beraten lassen? - Das Beratungsangebot
Das Angebot richtet sich in erster Linie an alle Schüler/innen, ist klassen- und kursübergreifend.
Schüler können die Beratungslehrer / Seelsorger eigen-initiativ ansprechen oder Ihnen eine
Nachricht zukommen lassen.
Auch Lehrer oder Eltern können ebenfalls die Beratung für einen Schüler anbahnen.
Die Zusammenarbeit mit Lehrern und Eltern kann sich positiv auf den Beratungsprozess auswirken und ist wünschenswert. Jedoch hat jeder Schüler/jede Schülerin grundsätzlich das Recht, ohne Wissen der Lehrer oder der Eltern um Beratung zu bitten.
In jedem Fall gilt: Der Ratsuchende muss die Beratung wahrnehmen wollen. Eine Beratung kann
ausschließlich freiwillig geschehen.

V. Wie wird beraten?
Die Beratung kann in Einzelfällen einmalig sein oder sich auf sehr wenige Treffen beschränken. Die Beratung kann auch in regelmäßigen Abständen über einen längeren Zeitraum indiziert sein.
Der Berater / Seelsorger erarbeitet zunächst mit dem Ratsuchenden ein klares Ziel des
Beratungsprozesses und vereinbart einen Zeitraum, in dem dieses Ziel erreicht werden kann. Die
Zeit kann dabei je nach Entwicklungsprozess und Motivation verkürzt oder verlängert werden.
In Einzelsitzungen wird mit lösungsorientierten Gesprächen und zum Beispiel mit
Entspannungs- oder Konzentrationsübungen gearbeitet. Es wird versucht, Gründe, Entstehungs-bedingungen, Folgen und Veränderungsmöglichkeiten von belastenden Situationen und Verhaltensweisen zu erhellen und bewusst zu machen, um zu Ich-Stabilisierungen und möglichst zu Verhaltensänderungen zu gelangen. In den Beratungsstunden geht es bei der Förderung von
Konzentration und Durchhaltevermögen, dem Abbau von aggressiven Überreaktionen, Angst vor
Leistungsdruck und Klassenarbeiten daher immer wesentlich um Ich-Stärkungen, denn je größer
die innere Sicherheit und Kraft ist, umso weniger nötig wird kompensatorisches „Fehl“- Angst- verhalten.
Den psychologischen Erkenntnissen von Alfred Adler folgend gehen wir davon aus, dass die
von uns Lehrern als „Fehlverhalten“ gesehenen Verhaltensweisen als Abwehr von und Sicherungen vor tieferliegenden Erlebnissen und Ängsten angesehen werden müssen.

VI. Zusammenfassung: Verfahren
Wer nimmt mit den Beratern Kontakt auf?

  • Alle Schülerinnen und Schüler aller Alterstufen, die von sich aus Rat suchen zum Beispiel aufgrund von Ängsten, Konfliktsituationen, Problemen, Nöten jedweder Art.

Kolleginnen und Kollegen weisen uns auf auffällige Schülerinnen und Schüler hin und wir überlegen gemeinsam erste Schritte (zum Beispiel könnte nach Rücksprache mit uns ein Klassenlehrer in Kontakt mit einem Elternteil treten und den Beratungsweg vorschlagen. Oder der betreffende Schüler/die Schülerin wird gemäß dem Konzept über unsere Arbeit informiert und motiviert, an die Berater heranzutreten. Das sind die Voraussetzungen für die Beratungen)

  • Der Ratsuchende kommt freiwillig zu uns und ist an einer problemlösungsorientierten Zusammenarbeit interessiert.
  • Gemeinsam formulieren wir ein konkretes Ziel bzw. einen konkreten Auftrag für die anschließende Arbeit.
  • Bei sehr jungen Kindern kann der Auftrag auch von Lehrern oder Eltern vorformuliert werden. Worauf kann der Schüler sich der Schüler, der sich der Beratung anvertraut verlassen?
  • Die Gesprächsinhalte bleiben vertraulich. Es kann sinnvoll sein, dass die ein oder andere Information an andere Lehrer und Lehrerinnen oder die Schulleitung, die Eltern usw. weitergegeben werden. Dazu bedarf es allerdings des Einverständnisses des Schülers/der Schülerin.