Sozialwissenschaften

Wie das Fach Wirtschaft – Politik weist auch das Fach Sozialwissenschaften, das ab der Einführungsphase äquivalent zu Wirtschaft – Politik unterrichtet wird, den mündigen Bürger auf als Ziel. Konkretisiert heißt es im Kernlehrplan:

 

Zum Leitbild des Faches gehören die sozialwissenschaftlich gebildeten, zur demokratischen Auseinandersetzung und zur reflektierten Teilhabe fähigen mündigen Bürgerinnen und Bürger - als mündige Staatsbürgerinnen und -bürger, als mündige Wirtschaftsbürgerinnen und -bürger sowie als mündige Mitglieder vielfältiger gesellschaftlicher Gruppierungen[1].

 

Der Schülerinnen und Schüler sollen demnach durch die vier Kompetenzen (Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz), die im Rahmen der Behandlung obligatorischer Inhaltsfelder (IF) eingeübt werden, zur aktiven Teilhabe am politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben befähigt werden.

Die hierfür zu unterrichtenden Inhaltewerden laut Kernlehrplänen in so genannten „Inhaltsfeldern“ festgelegt, welche dann im Unterrichtsgeschehen konkretisiert werden. Die Inhaltsfelder der Oberstufe werden als Einheit verstanden und gliedern sich in sieben Inhaltsfelder, wobei Inhaltsfeld I-III in der Einführungsphase und die Inhaltsfelder IV bis VII in der Qualifikationsphase behandelt werden.

 

In der Jahrgangsstufe EF sollen die ökonomischen Kenntnisse aus der Sekundarstufe I im Bereich der marktwirtschaftlichen Ordnung weiter vertieft und abstrahiert werden, um die Schülerinnen und Schüler auf den Unterricht in der Qualifikationsphase vorzubereiten.

Die Kenntnisse über politische Strukturen, Prozesse und Partizipationsmöglichkeiten, hier insbesondere die Grundlagen, die Entstehung und die Herausforderungen der deutschen Demokratie, bilden einen Schwerpunkt, damit die Schülerinnen und Schüler lernen, handlungsfähig zu werden.

Die kritische Reflexion von Stereotypen und Rollenbilden bildet ein weiteres Inhaltsfeld der Jahrgangsstufe EF, sodass die Schülerinnen und Schüler ihre Identität und ihre Stellung sowie die ihrer Mitmenschen in der Gesellschaft multiperspektivisch hinterfragen lernen.

 

In der Qualifikationsphase werden die obligatorischen Inhaltsfeld IV-VII behandelt, welche sich aus der Wirtschaftspolitik, der Europäischen Union, den Strukturen sozialer Ungleichheit, dem sozialen Wandel und der sozialen Sicherung sowie den globalen Strukturen und Prozessen zusammensetzen.

Wichtig ist uns hierbei eine theoriebasierte Sachkompetenz, welche vernetztes Orientierungswissen aufbaut und die Schülerinnen und Schüler zu komplexen, kriterienorientierten und multiperspektivischen Urteilen befähigt, welche die Schülerinnen und Schüler wiederum zu reflektierten realen Handlungen befähigt. Hierzu legen wir weiterhin großen Wert auf die Öffnung unserer Schule. Es bestehen viele Projekte und Partnerschaften (wie Podiumsdiskussionen, Fachvorträge und Exkursionen nach Berlin und Brüssel, etc.), die den Schülerinnen und Schülern die Lebensnähe und Bedeutsamkeit der Inhalte vermitteln und ihnen eine Handlungskompetenz ermöglichen sollen.

Das Fach Sozialwissenschaften gehört zu den Geisteswissenschaften und wird in Grund- sowie Leistungskursen unterrichtet. In der EF und im Grundkursbereich der Qualifikationsphase ist es möglich, das Fach bilingual zu belegen.

Weiterhin ist das Fach Sozialwissenschaften das Leitfach für den Projektkurs „Business@School“, der in der Jahrgangsstufe Q1 belegt werden kann. Um diesen Kurs zu belegen, ist es demnach nötig, Sozialwissenschaften in der Q1 als Grund- oder Leistungskurs zu belegen.



[1] Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Kernlehrplan für die Sekundarstufe  II Gymnasium/Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen: Sozialwissenschaften und Sozialwissenschaften/Wirtschaft, Düsseldorf, 2014 S. 10.