Physik

Beitrag zur naturwissenschaftlichen Grundbildung

Die Physik bietet eine wesentliche Grundlage für das Verstehen natürlicher Phänomene und leistet einen wichtigen Beitrag zur naturwissenschaftlichen Grundbildung. Zur naturwissenschaftlichen Grundbildung gehört insbesondere das theorie- und hypothesengeleitete Arbeiten. Es ist eine fundamentale und naturwissenschaftliche Herangehensweise, die den Schülerinnen und Schülern eine rationale Betrachtung der Welt ermöglicht. Dabei sollen wichtige Phänomene in der Natur und Technik erkannt und kausale Zusammenhänge durchschaut werden. Somit hat im Physikunterricht das Experiment eine zentrale Rolle.

Leitgedanke des schulinternen Curriculums

Das schulinterne Curriculum richtet sich prinzipiell nach dem Leitsatz des Namensgebers unserer Schule Johann Amos Comenius und setzt insbesondere voraus, dass jedem Kind auf jeder Entwicklungsstufe jeder Lerngegenstand gelehrt werden kann. Beim schulinternen Curriculum handelt es sich prinzipiell um ein sogenanntes Spiralcurriculum. Die Lerninhalte werden hierbei nicht linear, sondern in Form einer Spirale angeordnet, sodass einzelne Themen im Laufe der Schuljahre mehrmals aber auf einem höheren Niveau behandelt werden.

Physikunterricht in der Sekundarstufe I

Der Physikunterricht wird in der Sekundarstufe I mit insgesamt 6 Wochenstunden belegt. Diese werden in den Klassen 6, 8 und 9 zu je 2 Wochenstunden erteilt.  Dabei gilt, dass im Laufe der Schullaufbahn die Mathematisierung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Während man in der Klasse 6 unterschiedliche elektrische Schaltungen realisiert, werden in der Klasse 8 Ströme und Spannung in derartigen Schaltungen gemessen und auch berechnet. Weiterhin werden in der Klasse 6 Energieumwandlungsprozesse phänomenologisch behandelt, wohingegen in der Klasse 9 diese Prozesse analysiert und Energien berechnet werden.

Physikunterricht in der Sekundarstufe II

Die Sekundarstufe II setzt sich aus einer einjährigen Einführungsphase und einer zweijährigen Qualifikationsphase zusammen.  Der Physikunterricht wird in der Einführungsphase zu 3 Wochenstunden erteilt. In der Qualifikationsphase werden prinzipiell Grundkurse zu 3 Wochenstunden und Leistungskurse zu 5 Wochenstunden erteilt. An unserer Schule werden im Fach Physik zur Zeit lediglich Grundkurse angeboten.

In der Einführungsphase werden die Grundlagen der Mechanik behandelt. Das Besondere an dem Themenkomplex ist, dass den Schülerinnen und Schülern Lerninhalte zum Greifen nahe stehen. So können alltägliche Erfahrungen beobachtet, analysiert, ausgewertet und theoretisch aufgegriffen werden. Dabei werden physikalische Prinzipien aufgedeckt, die so grundlegend für die Physik sind, dass sie in der Qualifikationsphase in analoger Weise wiederkehren. Während man bspw. in der Einführungsphase mechanische Schwingungen und Wellen behandelt, werden in der Qualifikationsphase Wechselströme und Funkwellen behandelt, die in Form von Schwingungen bzw. elektromagnetische Wellen beschrieben werden können. In der Qualifikationsphase werden daher Themen aus der Einführungsphase durch Analogiebetrachtungen immer wieder aufgegriffen. Auch grundlegende physikalische Ansätze wie Energieansatz, Kraftansatz und Impulsansatz werden in der Einführungsphase behandelt und sind für das Lösen wichtiger physikalischer Probleme in der Qualifikationsphase von grundlegender Bedeutung. Die Einführungsphase schafft somit eine gemeinsame Grundlage aller Schülerinnen und Schüler, auf der man in der Qualifikationsphase aufbauen kann, und hat im Rahmen der Sekundarstufe II eine zentrale Bedeutung.