2021-02-17 - Das Zeitkapsel-Projekt: Schüler*innen schreiben Briefe aus der Corona-Krise an ihr zukünftiges 30jähriges Ich

 

Ein spannendes Projekt haben die S-Klassen der Jahrgangsstufe 8 gerade im Politikunterricht umgesetzt. Die 13- bzw. 14jährigen Schüler*innen verfassten Briefe an ihr 30jähriges Ich, in denen sie schilderten, wie es ihnen derzeit in der Pandemie ergeht.

Ziel des Projekts war es, sich die Erfahrungen mit der Pandemie bewusst zu machen und diese für die Zukunft festzuhalten: Welche Folgen hat der Lockdown für die Schüler*innen? Inwiefern hat sich nicht nur ihr Alltag, sondern haben sie sich auch selbst verändert? Welche Nachteile, aber auch welche Vorteile und Chancen bringt die aktuelle Situation für die Jugendlichen mit sich? Welche Dinge sehen sie anders als vor der Pandemie? Was nehmen sie sich vor, das sie unbedingt machen, verändern oder erleben wollen, sobald alle Beschränkungen aufgehoben sind?

Jede*r Achtklässler*in verfasste hierzu einen persönlichen Brief, kann ihn nun in einer Zeitkapsel aufheben – und erst in anderthalb Jahrzehnten wieder hervorholen um wiederzuentdecken, wie man sich als Jugendliche*r in der Pandemie 2020/21 gefühlt hat.

Das Zeitkapsel-Projekt bildete den Abschluss des Spanisch-Moduls, in dem der Fachunterricht in Politik ein Halbjahr lang in der Fremdsprache abgehalten wurde. Hier setzten sich die Schüler*innen mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie in Spanien und Deutschland auseinander. Sie verglichen die Auswirkungen der Pandemie auf die Menschen – v.a. die Jugendlichen – in beiden Ländern miteinander.

Die Antworten der Klassen 8c und 8d auf die obigen Fragen sind hochgradig interessant: ernsthaft formuliert, gelegentlich heiter, immer überlegt. Sie berichten ungeschminkt von den gravierenden Auswirkungen der aktuellen Corona-Regeln auf den Alltag der Schüler*innen:

„Die Folgen des Virus sind groß und schlimm. Für mich hat sich ein neuer Alltag gebildet. Früher ging ich zur Schule, jetzt sitze ich den halben Tag vor dem Monitor und höre den Mitschülern oder den Lehrern zu.“

„Für mich ist der Lockdown eher nervig. Ich fühle mich langsam eingesperrt. Ich will wieder rausgehen und Spaß haben, und das auch ohne die blöden Masken.“

„Ich hatte auf einmal statt jeden Tag in der Woche Fußballtraining gar keins mehr. Das ist die schlimmste Sache, die man sich vorstellen kann! Auch unsere Dauerkarte für das Stadion kann nicht mehr eingelöst werden! Die Schule ist digital ganz anders und ich kann meine Freunde nicht mehr sehen und treffen. Außerdem ist es unmöglich, die ganze Familie zu sehen oder zu treffen. Das ist schon eine sehr harte Zeit…“

„Corona hat viele Nachteile: dass ich dadurch die Großeltern nicht oft besuchen kann, was ich normalerweise jede Woche gemacht habe, weil wir generell unsere sozialen Kontakte einschränken sollen.“

„Der Lockdown hat große Folgen für mich, da es sehr schwer ist sich zu disziplinieren. Freizeitaktivitäten wie mein geliebter Sport fallen weg. Das Hockey-Training hat mir immer geholfen, die Wut rauszulassen oder sich einfach mal auszutoben. Das kann ich jetzt aber nicht machen. Den einzigen Sport, den man treiben kann (an der frischen Luft) ist das Joggen, welches mir keine Freude bereitet. Die Folgen sind schlechte Laune und ein Unwohlempfinden. Dies führt zu einem unausgewogenen Alltag. Mein Alltag hat sich von einer vollen Woche mit vielen Aktivitäten (Hockey, Klavier, Schule…) zu einer leeren Woche ohne Aktivitäten verändert.“

„Ich muss zuhause trainieren oder joggen gehen und sitze jeden Tag sehr lange vor dem Computer, da wir wegen der Schule durchgängig Videokonferenzen haben.“

„Es gibt keine Vorteile, also wirklich: keine. Schule von zuhause ist noch anstrengender, man sieht seine Freunde nicht und man kann keinen Vereinssport machen.“

„Ich kann mich zum Glück noch mit Freunden treffen. Aber die Masken sind blöd. Dass man nicht feiern darf und die Läden und Restaurants immer wieder schließen müssen, ist echt blöd. Besonders für die Menschen, die ihre Arbeit verlieren, ist es sehr problematisch.“

„Meine gesamten Freizeitaktivitäten fallen im Moment aus, dies ist sehr schade, aber Anderen geht es in dieser Krise weitaus schlechter, z.B. den Gastronomen, die ihre Läden schließen müssen.“

 „Gehen meine Lieblings-Cafés pleite? Der Frozen-Yoghurt-Laden in der Altstadt ist nun schon 5 Monate geschlossen! Ob er wieder aufmacht? Hoffentlich!“

„Dies ist die schlimmste Zeit meines Lebens. In der 7. Klasse kamen wir im März 2020 gerade von unserer Skifreizeit, als uns mitgeteilt wurde, dass wir zwei Wochen in Quarantäne mussten. Damals jubelten alle und freuten sich, doch ich denke, dass heute keiner mehr jubelt, denn aus den zwei Wochen wurden mehrere Monate und langsam verging sogar mir der Spaß. Als Corona angefangen hat, war ich 12, bald werde ich 14, nächstes Jahr werde ich schon 15, und ich denke nicht, dass dann alles vorbei ist. Verrückt, oder?“

 

Viele Urlaube sind ersatzlos gestrichen, Weihnachten wurde nur im engsten Kreis gefeiert, Geburtstage ebenso, das ist vielen Schüler*innen schmerzhaft bewusst:

„In der gesamten Zeit war es echt langweilig! Die eigentlich tollsten Ferien wurden zu den außergewöhnlichsten.“

„Wir sind früher immer weggefahren und für mich war das selbstverständlich, doch jetzt kann man das nicht mehr.“

„Weihnachten fühlte sich überhaupt nicht an wie Weihnachten und Silvester war noch komischer. Ich glaube, es war das erste Weihnachten, an dem ich nicht in der Kirche war und auch die Feiertage waren irgendwie komisch und ich fühlte mich, obwohl meine Eltern und mein kleiner Bruder da waren, ziemlich einsam. Silvester kam und dieser Tag war äußerst absurd. Wir saßen beim Essen alle in Jogginghose und gingen um 21:00 Uhr schlafen. Irgendwie ein perfekter Abschied des Jahres 2020. Als 2021 der Lockdown schon wieder verlängert wurde, wollte ich einfach nur abhauen in eine Welt ohne Corona.“

„Ich hätte irgendwie niemals gedacht, dass es mal so einen Lockdown mit Masken gibt. Irgendwie gruselig. Einfach so ´ne Pandemie und alle rasten aus.“

 

Einige Schüler*innen beobachten deutliche Veränderungen an sich:

„Für mich hatte der Lockdown enorme Folgen. Ich habe das Gefühl, dass ich eine komplett andere Person als vor dem Lockdown bin.“

„In dieser Zeit geht es mir nicht mehr so gut. Ich sitze fast immer zuhause und weiß nicht, was ich unternehmen soll. Mit Freunden kann man sich nicht treffen und ich weiß auch nicht, was ich machen soll oder überhaupt kann.“

„Ich werden von Tag zu Tag fauler, ich hänge nur noch am Handy und habe auf einer App namens Houseparty stundenlang mit Leuten telefoniert, habe Filme geschaut und Serien, sehr sehr viel gegessen und nur faul im Bett rumgehockt. Ich hatte mir sogar vorgenommen Workouts zu machen, um ein bisschen trainiert zu bleiben, die Motivation blieb aber nur für 5 Tage und danach hatte ich keine Lust mehr. Es hat sich alles geändert, alles. Ich werde einsamer, habe Motivation zu gar nichts mehr und alles langweilt mich.“

„Ich werde immer trauriger und vergesse manchmal sogar, was ich vor einer Woche gemacht habe.“

„Ich habe jetzt viel mehr Angst vor Viren als vor ein paar Jahren.“

„Aktuell geht es mir nicht so gut. Vielleicht eine Art Winterdepression, auch körperlich fühlt sich jeder Tag an wie ein Endkampf.“

„Ich muss leider feststellen, dass ich undisziplinierter bin als normal, und ich muss mich mehr überwinden Aufgaben zu übernehmen und auszuführen.“

„Nicht nur mein Alltag hat sich verändert, sondern auch ein wenig ich selbst. Ich habe mir einen eigenen Klamottenstyle entwickelt, in welchem ich mich sehr wohl fühle. Aber es hat sich auch etwas zum Negativen geändert. Ich habe das Gefühl, dass ich früher ehrgeiziger war.“

„Mich selbst hat der Lockdown sehr verändert. Vor dem Lockdown habe ich nicht im Traum dran gedacht, dass es eine so schlimme Krankheit geben könnte, und jetzt passe ich mehr auf Kontakte auf und bin viel vorsichtiger geworden.“

„Ich habe mich durch die Pandemie recht viel verändert. Mein Style hat sich geändert. Insgesamt bin ich nur noch modebewusster geworden, genauso wie selbstbewusster.“

„Ich denke, vieles auf der Welt hat sich durch Corona geändert. Zum einen wird es Manchen schwerfallen, wieder unter viele Menschen zu gehen.“

„Mir sind mehrere Dinge klargeworden und ich habe mich auch persönlich geändert. Ich habe in der Zeit gemerkt, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein und auch wer wirklich immer zu einem gehalten hat. Insgesamt ist diese Zeit für mich eine kleine Herausforderung, die ich mir selbst gestellt habe und auch gut gemeistert habe.“

„Meine Sichtwiese auf manche Dinge hat sich geändert, zum Beispiel bin ich nun der Meinung, dass es in Deutschland mehr Idioten gibt, als ich vorher dachte. Stichwort: Corona-Leugner. Aber andererseits hat Deutschland gerade im ersten Lockdown gezeigt, dass es auch einen starken Zusammenhalt gibt, dieser geht aber mehr und mehr verloren. Alles in allem habe ich so langsam genug und möchte wieder zum normalen Alltag zurück.“

„Mir fehlt die Motivation für die Schule, der Online-Unterricht ist langweilig, aber entspannt. Leider hockt man fast den ganzen Tag vor dem Computer & ist schlapp & will am liebsten nicht raus & nur im Schlafanzug bleiben. Man bewegt sich automatisch viel weniger & ist sehr faul, außerdem kann man seine Freunde nicht jeden Tag, wie in der Schule, sehen.“

„In den letzten zwei Monaten habe ich mich eher schlecht gefühlt, da man einfach zuhause sitzt und nichts machen kann. Die Motivation etwas zu lernen ist auch nicht da und die Tage sind eher stressig als entspannt. Trotzdem kann ich jetzt im Haushalt mehr machen und nehme meiner Mutter ein paar Dinge ab.“

„Auch ich selbst habe mich verändert: Während des Lockdowns bin ich nicht so kreativ oder sportlich. Die meiste Zeit sitze ich vor dem Handy und telefoniere mit meinen Freunden oder spiele. Nachdem ich nicht wusste, was ich mit der ganzen Zeit anfangen soll, habe ich mehr für die Schule gemacht, damit es mir nach Corona nicht so schwerfällt.“

„Alles ist sehr anstrengend. Man steht jeden Tag auf und es immer der gleiche Ablauf. Manchmal verabrede ich mich mit Freunden, aber auch das ist eher selten der Fall. Ich habe mich auch durch diesen Alltag verändert, zum Beispiel mache ich jetzt wieder von zuhause aus Sport.“

 

Es bieten sich auch Chancen:

„Erst fand ich den Lockdown komplett schlecht, man wird dann auch noch gemütlich und alles. Aber jetzt im zweiten Lockdown finde ich es gut. Man kann einen Plan machen, die Zeit planen und sich organisieren, dann klappt alles. Man hat Zeit zum Nachdenken, kann seine Sachen machen. Vor allem für diejenigen ist das perfekt, die einfach eine Pause brauchen und sich auf sich konzentrieren müssen/wollen.“

„Ich habe mit fast keinem geredet oder mich getroffen. Damit habe ich auch kein Problem. Einige Vorteile sind, dass ich mehr Zeit für mich und die Dinge, die ich wirklich machen will, habe. So zum Beispiel das Zeichnen: Ich bin wirklich viel, viel besser geworden. Im ersten Lockdown habe ich viele soziale Kontakte verloren, im jetzigen allerdings nicht. Durch den Lockdown habe ich mich mehr politisch und insgesamt mehr informiert, daher haben sich viele meiner Meinungen geändert.“

„Ich hatte sehr viel Zeit für Sachen, für die ich eigentlich nie Zeit gehabt hätte. Außerdem konnte ich sehr viel Zeit mit meinen Eltern verbringen und ich habe mich für ein paar neue/andere Dinge interessiert, an die ich ohne Corona nie im Leben gedacht hätte!“

„Durch die Pandemie habe ich Aktivitäten, die mir gefallen, entdeckt, wie zum Beispiel lesen. Außerdem liebe ich es mich mit Fashion auseinanderzusetzen.“

„Im 2. Lockdown habe ich gelernt Skateboard zu fahren und ein paar Tricks mit dem Board kann ich auch schon.“

„Meine Erfahrungen aus dem Lockdown sind, dass es sehr entspannt ist. Man kann sich zwar gar nicht mit Freunden treffen, jedoch viel entspannter zocken und einfach Redeabende halten.“

„Vorteile hat der Lockdown auch: Ich habe endlich einen Laptop (für den Online-Unterricht) und darf deutlich länger Video spielen.“

„Vorteile waren: mehr gelesen, mehr Spaziergänge mit meinen Eltern, mehr Workouts zuhause. Chancen: Umgestaltung des Zimmers, Sachen machen, die man schon mal machen wollte, nur keine Zeit hatte.“

„Ich habe echt tolle Freunde, und wir verabreden uns auch, aber nur draußen mit Maske. Die Stadt ist komplett leer!“

„Ich stehe nicht mehr so früh auf wie vor dem Lockdown. Ich habe jetzt auch viel mehr Freizeit, das bedeutet, ich kann auch mal andere Sachen als vor dem Lockdown machen. Daraus ist ein Riesenvorteil entstanden, da ich viel mehr Zeit mit mir selber hatte, das heißt, ich konnte meine Liebe für das Programmieren entdecken.“

„Ich habe mehr mit Freunden und der Familie telefoniert.“

„Mit meinen engsten Freunden rede ich über mein Handy fast jeden Tag. Wir lachen und nehmen alles nicht so ernst. Wir haben die Hoffnung, dass Corona bald endet!“

„Es wurde probiert mir das Kochen beizubringen. Doch das hat, um ehrlich zu sein, nicht sooo gut geklappt ;-)“

„Im Lockdown kriegt man auch gute Chancen. Ich habe zum Beispiel die Zeit genutzt und mir einen Job gesucht. Des Weiteren gehe ich viel mehr raus und helfe auch oft im Haushalt.“

„Mir wurde immer langweiliger. Ich brauchte etwas Neues und so fing ich an Sport zu machen, was mir sehr viel Spaß macht.“

„Durch die Lockdowns habe ich viele Chancen bekommen, um mal eine Pause von dem Schul- und Hockeystress zu bekommen, um mich, mein Zimmer, meine Frisur, meinen Style und unseren Garten zu verändern. Im zweiten Lockdown bin ich gerade viel disziplinierter und gestalte ein weiteres Mal mein Zimmer um. Nachteile gibt es in meinen Augen nicht, da ich durch jede Situation etwas Neues lerne, auch wenn die Zeit sehr schwierig ist.“

„Ich habe die Zeit für große Spaziergänge genutzt. Dabei habe ich viele schöne Routen und Orte entdeckt und natürlich auch schöne Erinnerungen gemacht. Ich habe auch öfter telefoniert, das habe ich sonst nicht so oft gemacht.“

„Das Einzige, das ich an dieser Zeit wirklich schön finden kann, ist wahrscheinlich der zusätzliche Schlaf, den ich im Gegensatz zu der Zeit des Präsenzunterrichts in der Schule bekomme.“

 

Der Blick auf die Schule hat sich für Etliche grundsätzlich geändert. Die Auswirkungen werden von den Jugendlichen sehr unterschiedlich gesehen:

„Schule digital ist natürlich meistens anstrengender, aber es kann auch ganz schön sein morgens in seinem Zimmer zu sitzen und seine eigenen Sachen um sich zu haben.“

„Der Vorteil ist, dass wir keine Tests und Arbeiten schreiben müssen. Außerdem muss ich erst um 7:30 Uhr aufstehen und kann sogar untenrum im Schlafanzug bleiben. Ich habe vor allem Gefallen daran gefunden, nach dem Online-Unterricht meine Hausaufgaben direkt zu erledigen.“

„Im ersten Lockdown kam ich überhaupt nicht zurecht. Beim Distanzlernen jetzt im zweiten Lockdown ist es sehr anstrengend, 8 Stunden am Tag am Laptop zu sein.“

„Im zweiten Lockdown habe ich Unterricht ganz normal nach dem Stundenplan und so habe ich gar keine Möglichkeit zu ‚vereinsamen‘ wie im ersten Lockdown. Meine Noten wurden wieder besser, jedoch bin ich nicht so konzentriert wie in dem normalen Unterricht im Klassenraum.“

„Es ist nicht das Gleiche, 8 Stunden vor dem PC zu sitzen wie 8 Stunden in der Schule zu sein. Es ist VIEL anstrengender. Aber gut, so ist das Leben.“

„Es ist ein komisches Gefühl den ganzen Tag vor dem Computer zu hängen.“

„Meiner Meinung nach lernt man im Online-Unterricht deutlich weniger & hört nicht richtig zu.“

„Am Homeschooling ist cool, dass man länger schlafen kann, aber die Schule war der letzte Ort, wo man mehrere Freunde gleichzeitig gesehen hat. Dass das nicht mehr geht, ist sehr schade.“

„Anfangs war es ziemlich ungewöhnlich, doch nach einiger Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Ein Vorteil des Distanzunterrichts ist, dass ich geübt habe mich selbst zu organisieren, was mir im weiteren Leben sicherlich weiterhilft. Ich denke auch, dass ich gewisse Dinge mehr schätze, z.B. die Zeit, die ich mit der Familie verbringen kann.“

„Außerdem lernt man mit der Zeit zu arbeiten, Aufgaben rechtzeitig abzuschicken und wird in neuen tools wie Google-Meet und Classroom geübter. So habe ich viel dazugelernt.“

„Eine sehr große Chance war für mich, dass ich mich in der Schule verbessern konnte, denn so viel Zeit zum Lernen gab es noch nie.“

„Das mit der Schule ist natürlich doof, alles ist verwirrend: Schule zuhause, Schulunterricht in Gruppe oder doch wieder in der Schule.“

„Ich den ersten Wochen habe ich komplett verpeilt irgendwelche Hausaufgaben zu machen. Dann wurde es richtig stressig.“

„Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal irgendwann sagen werde, aber ich vermisse die Schule und vor allem den Quatsch, den man dort zwischendurch mal macht.“ „Eigentlich fällt mir das neue Leben nicht schwer, doch als wir unsere Halbjahreszeugnisse bekamen, habe ich erst gemerkt, wie sehr ich alle Mitschüler vermisse.“

„Ich hoffe wirklich, dass ich bald wieder in die Schule kann.“

„Ich hätte nie gedacht, dass ich lieber in die Schule möchte. Ich hoffe mal, dass der Lockdown bald vorbei ist.“

„Jetzt haben wir richtige Videokonferenzen und können uns wenigstens über den Computer sehen. Ich wünsche mir sehr, dass ich meine Klassenkameraden mal wiedersehen kann und wir wieder in die Schule gehen könnten, weil das wenigstens wieder etwas Normalität bieten würde.“

„Nun bin ich gespannt, wie die Situation weitergeht und bin für das neue Halbjahr motiviert!“

 

Für die Zeit nach der Pandemie haben die Schüler*innen sehr konkrete Vorstellungen:

„Für die Zeit nach Corona habe ich mir viele Sachen vorgenommen: alle Urlaube, die ausgefallen sind, nachträglich zu machen, viel mehr mit Freunden zu unternehmen und deutlich mehr Zeit mit den Großeltern zu verbringen.“

„Wenn der Lockdown vorbei ist, dann kommt aus den grauen und leeren Straßen endlich etwas Buntes hervor und ich werde mich direkt verabreden.“

„Ich kann alle Dinge nachholen, die ich vorher nicht machen konnte, wie zum Beispiel mit meinen Freunden ins Schwimmbad zu gehen. Ich hoffe, dass diese Pandemie bald zu Ende ist!“

„Ich will viel Zeit draußen verbringen und wahre Freundschaft wertschätzen.“

„Wenn alle geimpft sind, möchte ich mit meinen Mädels ein nettes Picknick machen und endlich wieder ganz viel Hockey spielen.“

„Ich würde gerne wieder mit Freunden shoppen, Bubbletea trinken und einfach draußen sein.“

„Ich habe so einiges vor, wenn alles wieder vorbei ist: Ich möchte eine große Übernachtungsparty mit meinen Freunden und eine ganz lange Shoppingtour machen und mich im Allgemeinen wieder mit Leuten treffen. Das Allerwichtigste ist jedoch, dass ich mit meinen Eltern nach Mallorca oder Irland verreisen will. Dies ist mein größter Wunsch.“

„Ich habe mir vorgenommen eine Party zu machen, wenn Corona endlich vorbei ist.“

„Sobald alles wieder ‚normal‘ sein sollte, werde ich auf jeden Fall mehr reisen, da 24/7 zuhause zu sein nicht viel Spaß macht und man nichts erlebt.“

„Wenn das Virus vorbei ist und Mama oder Papa genug Geld haben, möchte ich unbedingt reisen. Mir fehlt die Sonne, Strand und die Wärme.“

„Aufgrund von Corona konnte ich meine Familie in Russland nicht besuchen, und ich hoffe sehr, dass ich dieses Jahr wieder nach Russland kann.“

„Das, was ich auf jeden Fall machen möchte, ist meine Familie in der Türkei zu besuchen.“

„Was ich auf jeden Fall ändern will, ist, dass ich mehr Zeit mit meinen Opas und meiner Familie verbringen will.“

„Sobald der Lockdown vorbei ist, will ich mit meinen Freunden raus und auch einen Kunst-/Mal-Kurs machen, um Leute zu finden, die sich ebenfalls für Kunst interessieren, und besser im Zeichnen zu werden.“

„Nachdem dieser Lockdown vorbei ist und wir keine Masken mehr tragen müssen, mit denen ich sehr schlecht klarkomme, würde ich gerne wieder mit Handball beginnen, da ich wieder fit werden muss.“

„Ich will alles nachholen, was ich in dieser Corona-Zeit verpasst habe! Ich will alle meine Freunde sehen – und vor allem die gesamte Familie. Ich möchte meinen Alltag ganz normal weiterführen können – ohne Regeln und Lockdowns.“

„Wenn ich wieder ‚normal‘ leben könnte, würde ich gerne Japan besichtigen und alles dort kennenlernen, vielleicht sogar dorthin ziehen. Ich hoffe, ich erinnere mich immer an Corona und weiß auch als 30jähriger noch, wie gefährlich ein Virus sein kann.“

„Außerdem nehme ich mir vor wieder Sport zu machen, da mir das Tanzen fehlt.“

„Ich hoffe jedenfalls bald endlich wieder meine Freunde in echt sehen zu können, auch wenn es, glaube ich, einige Zeit dauern wird, bis die Beziehungen wieder so wie vor Corona werden.“

 

Die Herausforderungen der Pandemie können durchaus charakterbildend wirken:

„In der Pandemie habe ich sehr viel gelernt. Ich bin mir sogar sicher, dass ich ohne die Pandemie ein anderer Mensch wäre. Durch den Lockdown habe ich viel Zeit für mich, was mich manchmal in Gedanken versinken lässt.“

„Durch den Lockdown ist mir klargeworden, dass ich wirklich dankbar dafür bin, dass meine Familie und ich gesund sind.“

„Corona hat mich sicherlich besonders in der Psyche zurückgeworfen, nur: Hast du die letzten Jahre geschafft, dann wirst du die nächsten Jahre genauso schaffen.“

„Immer positiv denken. Ich bin dankbar für die Probleme, denn man kann aus ihnen viel lernen, besser werden und stärker. Wir schaffen das alle. Ich liebe mein Leben und bin glücklich.“

 „Vielleicht sitze ich mit 30 Jahren in den Hollywood Hills oder bin Bundeskanzlerin, habe einen Prinzen geheiratet oder halte gerade eine Rede über Frauenrechte. Egal was: Ich weiß, dass ich schon Schlimmeres überlebt habe!“

„Ich hoffe, ich kann diesen Brief vielleicht auch meinen Kindern zeigen, und ich schwöre mir, wenn die nicht zur Schule gehen wollen, dann mache ich denen mal eine richtige Ansage, denn zu unserer Zeit ist es der größte Wunsch jedes Kindes wieder normal in die Schule gehen zu wollen!“