2016-06-10 - „GROßE FREIHEIT– liebe.lust.leben.“

Von der großen Freiheit…

Letzte Woche haben die Klassen 9a und 9c im Rahmen des Biologieunterrichtes die Ausstellung „GROßE FREIHEIT– liebe.lust.leben.“ besucht. Auf unkonventionelle Art und Weise wird ein Thema aufgegriffen, das vielen Menschen noch viel zu wenig bekannt ist: Das Risiko, sich mit einer sexuell übertragbaren Infektion, STI, anzustecken und daran zu erkranken.

Die Ausstellung thematisiert verschiedene Aspekte von Sexualität, mögliche Ansteckungsrisiken und  Ansteckungswege.
AIDS_Ausstellung_IV.jpg

In der Erlebnisausstellung begegneten unsere Schüler/innen acht fiktiven Protagonisten: Frauen und Männern, einige hetero- andere homosexuell. Alle acht wünschen sich die „GROßE FREIHEIT“, ihre Liebe und ihre Lust auszuleben. Und alle müssen entscheiden, wie sie dabei mit dem Thema STI umgehen.AIDS_Ausstellung_I.jpg

Durch die Geschichten dieser Protagonisten können Jugendliche die genannten Themen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Sie begleiten die Protagonisten durch einen Tag ihres Lebens, treten mit ihnen interaktiv in Kontakt und können wichtige Entscheidungen für sie mitbestimmen.

Über 50 interaktive Exponate laden dazu ein, sich durch Anfassen, Hören und Mitmachen spielerisch mit den Tabuthemen STI und HIV zu befassen. Die Schüler der Klassen 9a und 9c hatten so die Möglichkeit, virtuell um die Welt zu fliegen, sich über HIV-Infektionen weltweit einen Überblick zu verschaffen, diese Zahlen kritisch zu reflektieren und im eigens angefertigten Flugabteil von der Stewardess samt „Bordkarte“ eine Sicherheitsbelehrung zum Thema Kondomanwendung zu erhalten. Sie konnten in den Nachttischen aller 8 Protagonisten stöbern und ihren Tagesablauf begleiten, indem sie ihnen in Clubs folgten, beim Kennenlernen, Flirten oder beim ersten Mal dabei waren und Entscheidungen für sie mit trafen. Sie hatten die Möglichkeit, in einer fiktiven Praxis ein Arzt-Patienten-Gespräch durchzuführen, in dem ermittelt wurde, um welche STI es sich handelt, um die Scheu vor dem Thema zu verlieren. Und sie waren in dem Schockmoment anwesend, als Doreen die Diagnose HIV-positiv erhielt. Es konnte eine „Kondomschule“ besucht und in einem täuschend echten Tonstudio ein eigenes Musikvideo zum Thema STI aufgenommen werden.AIDS_Ausstellung_II.jpg

Um sensibel und angemessen auf den verschiedenen Beratungsbedarf von Mädchen und Jungen eingehen zu können, bietet die Ausstellung ferner zwei geschlechtsspezifische Beratungsräume.

                                                                         Anne-Kathrin Meyer, StR‘                                                                                

«Ich fand den Ausflug total spannend und bin froh, dass wir zu dieser Ausstellung hingefahren sind. Ich hab‘ viele neue Sachen gelernt. Was mir besonders gut gefallen hat, ist dass man auf "lustige" Weise was dabei gelernt hat, und dass es nicht langweilig war. Außerdem fand ich gut, dass es für Mädchen und Jungen einen separaten Raum gab, in dem man sich mit einem/einer Berater(in) über intime Themen austauschen konnte und die Gelegenheit hatte, Fragen zu stellen.»

(Schülerin der 9c)

 
AIDS_Ausstellung_III.jpg

 

AIDS_Collage.png