2015-12-11 - Französisch-Projekt „Les 24 heures du climat“

„Kunst, Kultur, Schule – Gemeinsam für das Klima“

Das Comenius-Französischprojekt „Les 24 heures du climat“ am 25. und 30.11.2015 in Kooperation mit dem Institut Français.

Im EF-Französischkurs von Frau Butzheinen haben wir den Klimawandel in einem außergewöhnlichen Kulturprojekt behandelt. Mit 210 Schülern aus ganz NRW wurde eine Performance mit dem Choreographen der Opéra Nationale de Paris, Grégory Gaillard, einstudiert und dann gefilmt vor einem Kunstwerk des französischen Graffitikünstlers Nasty („Alexandre“). Das Video wurde mit anderen auf der Klimakonferenz COP21 in Paris 24 Stunden in Dauerschleife gezeigt.

Das Thema „Klima“ betrifft uns alle, der Klimawandel wird immer stärker, was inzwischen auch vielen Politikern bewusst geworden ist, sehr lange Jahre nach dem Kyoto-Protokoll und anderen weniger erfolgreichen Klimagipfeln – deshalb ja die Klimakonferenz COP21 Anfang Dezember in Paris-, wo Hunderte von Politikern aus allen Ländern der Welt einen verbildlichen Klimaschutzplan entwickeln wollten.

Um ihnen zu zeigen, dass wir persönlich daran interessiert sind, das Klima zu schützen, haben wir mit Frau Butzheinen am Projekt „Les 24 heures du climat“ vom Düsseldorfer Institut Français teilgenommen. Rund um die Welt wurden Videos entwickelt, bei denen interessierte Menschen und Kulturschaffende ihr Engagement für das Klima ausdrücken: die Videos wurden 24 Stunden lang auf der Klimakonferenz in Paris ausgestrahlt, um den Politikern zu zeigen, dass das Klimaproblem uns alle betrifft. „Wir haben keinen Plan B, es gibt nur den einen Planeten“, wie der französische Generalkonsul bei der Diskussionsrunde zu unserem Projekt sagte.Franzoesisch_Gruppe.jpg

Wir haben für das Projekt erst im Unterricht in französischer Sprache viele wichtige Themen zum Klimawandel behandelt und Präsentationen erstellt - zum Abschmelzen der Polkappen, zu Dürreperioden, Naturkatastrophen wie Hurrikane, Überschwemmungen, El Niño und vielen Themen mehr.

Dann sollte jeder Schüler und jede Schülerin, die am Projekt teilnahmen, ein französisches Wort zur Klimaproblematik finden, die der französische Künstler „Nasty“ dann alle zusammen auf eine große Graffitiwand bringen würde.

Am Mittwoch, den 25.11., haben wir dann nachmittags im Henkel Saal des Schlösser Quartier Bohème mit dem bekannten Tänzer und Choreographen Grégory Gaillard aus Paris eine Performance einstudiert - mit 210 Schülern von anderen Schulen. Es ging um den Wassermangel und dass wir bisher nicht bewusst genug mit dem Problem umgehen. Am Ende des Stückes mussten wir alle umfallen, als wären wir vom Wassermangel niedergestreckt. Nach drei Stunden Probe waren alle ziemlich müde, aber die Choreographie saß. Und alles war auf Französisch gelaufen - wir hatten Grégory Gaillard super verstanden.

Franzoesisch-Buehne.jpgAm 30.11. war dann die Präsentation und auch das Filmen der Choreographie angesagt, in Benrath im Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium. Viele deutsche und französische Kulturvorsitzende waren da und Vertreter aus Bezirksregierungen von ganz NRW, Pressefotografen sowie der französische Generalkonsul. Sie hielten Reden zum Klima und zum Projekt, nachdem wir ihnen die Choreographie vorgeführt hatten. Es war etwas chaotisch gewesen, weil der Choreograph bei der Probe vorher, die eigentlich mit ihm um halb vier stattfinden sollte, noch nicht da war – Zugprobleme wegen Terrorproblemen in Frankreich. Aber am Ende war er doch noch gekommen und alles hat ziemlich gut geklappt. Wir haben mit allen Schülern und den Künstlern Gaillard und Nasty noch über Klima und unser kulturelles Statement diskutiert. Nach leckerem Kuchen und anderen Snacks sowie einer Fotosession mit „Alexandre“ (Nasty, dem Graffitikünstler) fuhren wir um kurz vor sieben nach einem langen, interessanten Tag müde und etwas aufgedreht nach Hause.

Alle haben viel über das Klima dazugelernt, Französisch verstanden und gesprochen, interessante Menschen nicht nur aus Frankreich getroffen und wir sind uns jetzt noch bewusster als vorher über unsere Verantwortung für den Planeten Erde – und dass wir unsere Besorgnis um Probleme wie den Klimawandel auch ausdrücken sollten und uns engagieren. Zumal das nicht nur ein gutes Gefühl gibt, sondern auch viel Spaß machen kann.

Nina Erberich, Momomi Gerstmann, Max Gantzberg, Amalia Hautzel, Nadia Henseler, Maja Lübke,Yumeko Madlener, Matvey Malyshko, Lars Schlösser, Emma Siebel, Noemi Thies und Frau Butzheinen

 

Hier finden Sie ein Video, das eine Kurzversion der Klimakonferenz beinhaltet:

Das Making-of finden Sie hier: